
Besuche Herculaneum und Pompeji
Die antike Stadt Herculaneum wurde, ebenso wie das nahegelegene Pompeji, Opfer des Vesuvausbruchs im Jahr 79 n. Chr. Der Erhaltungszustand der Fundstätte ist außergewöhnlich, an manchen Stellen sogar noch besser als in Pompeji.
Im archäologischen Gelände von Herculaneum kann man zwischen antiken Villen, Thermen, der prächtigen Palästra und den Tavernen spazieren und dabei Kleidung, Möbel und sogar Holzstrukturen bewundern, die den Ausbruch nahezu unversehrt überstanden haben. Nur wenige archäologische Stätten weltweit lassen einen so nah an den Alltag von vor zweitausend Jahren heran.
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Die Entdeckung von Herculaneum
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kam es bei Brunnenarbeiten zu einem zufälligen Fund, der die ersten archäologischen Untersuchungen ins Rollen brachte: 1738 begannen auf Anordnung von Karl III. von Bourbon die eigentlichen Ausgrabungen, zehn Jahre vor dem Start der Grabungen in Pompeji. Im Laufe der Jahrhunderte kam es immer wieder zu Unterbrechungen, bevor die Arbeiten im 20. Jahrhundert systematischer fortgesetzt wurden.
1980 wurden die Skelette von rund 300 Menschen entdeckt, die unter den Bogengängen der Gebäude nahe der antiken Küste Schutz gesucht hatten, heute bekannt als die Fornici. Zusammen mit den sterblichen Überresten fand man persönliche Gegenstände, Schlüssel, Münzen und Arbeitswerkzeuge, die die Opfer bei ihrem Fluchtversuch bei sich trugen, eines der unmittelbarsten Zeugnisse der letzten Momente der Stadt.
Bei einem Besuch der Fundstätte lässt sich die Pracht und der Feinsinn der antiken Stadt bewundern: prächtig gestaltete Villen und Plätze, Mosaike, Fresken, Möbel, Türen und sogar Dächer sind bis heute in außergewöhnlichem Zustand erhalten geblieben. Der Rundgang führt durch parallel verlaufende Gänge, die einst die Straßen der Stadt waren, und ermöglicht es, die Alltagsgewohnheiten ihrer Bewohner im Detail nachzuvollziehen.
Herculaneum mit einer Führung besuchen
Das Gelände ist zwar kompakter als Pompeji, birgt aber Details, die ohne Führung leicht übersehen werden: die Spuren einer verkohlten antiken Bibliothek, organische Reste, die in den Häusern erhalten geblieben sind, Graffiti, die die Bewohner an den Wänden hinterlassen haben.
Ein erfahrener Guide entdeckt diese Details und erzählt ihre Geschichte, was ein Verständnis der Stätte ermöglicht, das sich allein durch das Lesen der Infotafeln entlang der Route kaum erreichen lässt.
Die Führungen durch Herculaneum folgen meist einer Route, die die am besten erhaltenen Wohnhäuser, die öffentlichen Thermen und die Fornici an der Küste einschließt, wo die Skelette der fliehenden Opfer gefunden wurden. Die Tour dauert etwa zwei Stunden, was sie auch zu einer praktischen Wahl für alle macht, die den Besuch mit Pompeji am selben Tag verbinden möchten, ohne in beiden Stätten auf eine Führung zu verzichten.
Buche die Führung durch Herculaneum
Der beste Weg, das Gelände von Herculaneum zu erkunden, ist eine geführte Tour, um alle Informationen zu erhalten und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.
Jetzt buchenPompeji oder Herculaneum: was besuchen?
Wenn dir nur ein Tag zur Verfügung steht, ist die Wahl zwischen den beiden Städten nicht einfach, denn sie bieten unterschiedliche Erlebnisse, ohne dass eines dem anderen grundsätzlich überlegen wäre.
Pompeji ist deutlich weitläufiger, mit über sechzig Hektar Fläche und einer wesentlich höheren Zahl an begehbaren Gebäuden: die Erkundung braucht mehr Zeit, bietet dafür aber auch eine größere Vielfalt an Bereichen, vom Forum über das Amphitheater bis zu den prunkvollsten Domus.
Herculaneum ist kompakter und lässt sich in aller Ruhe in zwei bis drei Stunden besichtigen. Es ist die ideale Wahl für alle, die wenig Zeit haben, aber trotzdem nicht auf eine erstklassige archäologische Stätte verzichten möchten.
Herculaneum ist besser erhalten: Da die Stadt von einem heißeren und kompakteren pyroklastischen Strom verschüttet wurde statt vom Regen aus Asche und Lapilli, der Pompeji traf, blieben hier viele organische Materialien wie Holz und Stoffe außergewöhnlich gut erhalten, ein Detail, das man in Pompeji seltener beobachten kann. Pompeji wiederum bietet ein Ausmaß und eine Vielfalt an städtischen Kontexten, mit denen das kleinere Herculaneum nicht mithalten kann.
Auch das Besucheraufkommen spielt eine Rolle: Pompeji verzeichnet deutlich mehr Besucher, und in Stoßzeiten können Warteschlangen und Menschenmengen das Besuchserlebnis beeinträchtigen. Herculaneum bleibt dagegen auch in der Hochsaison meist ruhiger.
Wer einen ganzen Tag zur Verfügung hat und sich nicht entscheiden möchte, kann beide Stätten besuchen: die Nähe zwischen den beiden Orten, die beide mit derselben Linie der Circumvesuviana erreichbar sind, macht es möglich, einen Tag zu planen, der beide einschließt, mit einem einzigen Ticket, das den Eintritt zu beiden archäologischen Gebieten abdeckt.
Pompeji und Herculaneum besuchen
Entdecke die beiden Städte und genieße eine Führung mit einem Archäologen, mit nur einem Ticket.
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